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PAF Floppy
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Floppy von PAF Flugmodelle

Technische Daten:

  • Länge: 770 mm
  • Spannweite: 960 mm
  • Flächeninhalt: 17,9 dm
  • Profil: S 3021
  • Motor: Robbe Power 400/35 6V mit Cosmotec 4,5:1 Planetengetriebe
  • Akku: 10 x Sanyo N3US gepusht(235 Gramm)
  • Gewicht (abflugfertig): 655 Gramm
  • RC-Funktionen: HR, QR/QR, Gas


Lieferumfang:

GFK-Rumpf mit montierten Motor- und Rumpfspanten und eingeklebtem Zug für das Höhenruder, verschliffene Rippenfläche mit eingeklebtem Röhrchen für die Querruderanlenkung mittles Zentralservo, Brettchenhöhenleitwerk, Sperrholzruderhörner, Anlenkungsdrähte, Kunststoffschrauben zur Flächenbefestigung, fünfseitige Anleitung.
Die Qualität kann durchgängig als gut bezeichnet werden, vor allen Dingen wenn man den Preis von 109,- DM (jetzt 65¤) bedenkt.

Baubeschreibung:

Die Montage bereitet keine besonderen Schwierigkeiten, besonders wenn einem ein Servo für die Querruder ausreicht und man für einen Aufpreis von 10¤ die fertig bespannte Version inclusive ferig angeschlagener Ruder kauft. Da ich mir aber den Einbau von 2 Querruderservos in den Kopf gesetzt habe, müssen vor dem Bespannen noch 2 Balsabrettchen zwischen die Spanten geklebt werden, auf die kugelgelagerte 9 Gramm Servos montiert werden. Nach dem Bespannen werden die Ruder mit Tape angeschlagen und die mitgelieferten sperrhölzernen Ruderhörner eingeklebt. Die Querruder sind mit Kugelköpfen angelenkt, das Höhenruder aus Platzgründen direkt mit dem abgewinkelten 0,8 mm Draht. Wenn man das Loch hierfür mit einem abgekniffenen Stück Draht bohrt, ist hier eine spielfreie Anlenkung möglich. Die EWD (0,5°) des mit Epoxid aufgeklebten Höhenruders ergibt sich aus der Rumpfauflage, es muss nur darauf geachtet werden, dass es parallel zur Tragfläche ausgerichtet wird. Das 9 Gramm Höhenruderservoservo wird mit einer Balsaschiene, zur Versteifung der Seitenwand, direkt an diese geklebt, so dass das Akkupack beim Einschieben noch vorbeipasst.
Da das Akkupack von hinten durch den ausgeschnittenen Rumpfspant geschoben wird scheidet eine Befestigung mit Klettband am Rumpfboden aus. Dieses fixiert den Akku hier von oben und kann zur Montage des Akkus zur Seite gezogen werden. Links und rechts wird das Ganze von Balsaschienen gehalten und von vorne sorgt ein Styroporklötzchen für die Einhaltung des Schwerpunktes.
Weil die N3US nur mit Strömen unter 12A sinvoll zu betreiben sind und der Floppy ohnehin kein Pylonracer ist, habe ich mich für einen Getriebeantrieb entschieden. Nach einigen Berechnungen mit dem Programm "Elektroantreib" von Wilhelm Geck fiel meine Wahl dann auf den Robbe Power 400/35 mit dem 4,5:1 Plantengetriebe von Cosmotec. Auf den Motor werden 3 Entstörkondensatoren, eine Schottkydiode und der Schulze slim 20be aufgelötet und dieser mitsamt des Cosmotec Getriebes mit 4 Schrauben und Unterlegscheiben am Motorspant verankert.
Der Empfänger (Micro7 DSQ von Act) sitzt stramm in einer Schaumstoffrolle direkt hinter dem Rumpfausschnitt. Die Antenne findet ihren Weg nach der Konfrontation mit einer Zugentlastung unmittelbar vor der Leitwerksversteifung ins Freie und wird am Leitwerk noch zusätzlich mit Klarsichtband befestigt.
Zuguterletzt wird noch der 29 mm HM-Superleichtspinner (passt wie Faust aufs Auge) samt 10x9 CamGear Prop und einem kleinem Gummi zum Zusamenhalten des stehenden Props montiert.
Um die Sichtbarkeit (speziell der seitlichen Silhouette) zu erhöhen wurde der Rumpf nachträglich noch mit einem Foliendekor versehen. Ausserdem sieht es hübscher aus!

Flugverhalten:

29. Januar 2002: Fliegt! Mehr kann ich dazu bis jetzt nicht sagen. Beschwert Euch deswegen bei dem, der für den Einkauf des hiesigen Wetters zuständig ist. Entweder es regnet oder es stürmt oder beides zusamen. Ach ja, wahlweise Schnee dazu, dafür ist wohl immer noch mal Geld über. Mehr als eine Platzrunde war nicht drin, dann befand Randolph, dass es schon hilfreich wäre die Finger noch zu spüren, um den Flieger anständig zu landen.
3. Februar 2002: Kein Regen und kein Sturm, sondern Sonneschein (TM), nur etwas Wind und 13°C. Der Schwerpunkt muss auf den vom Hersteller angegebenen Minimalwert von 55 mm hinter der Nasenleiste gelegt werden, damit der Floppy beim Aushungern nicht zu pumpen anfängt. 5% Tiefenruder auf dem Gas verringen das leichte Wegsteigen. Die Floppy reagiert anständig auf Thermik, so dass Flugzeiten von über 20 Minuten kein Problem sind. Wer lieber mit Motor fliegt kann mit dem o.a. Antrieb mit einer brauchbaren Leistung für etwa 4,5 Minuten rechnen. Um sich danach noch auf den Platz retten zu können stehen dann noch eine gute Minute Laufzeit zur Verfügung.

Einstelldaten:

  • Schwerpunkt: 55 mm hinter der Nasenleiste
  • Querruder: hoch 10 mm, tief 8 mm
  • Höhenruder: hoch 9mm, tief 9 mm
Normal:
  • Querrruder: 35% Expo, +50% Differenzierung, Reduktion +150%
  • Höhenruder: 35 % Expo

Landung:
  • Hochgestellte Querruder zeigen deutliche Wirkung.
  • Querruder: 40% Expo, +25% Differenzierung, Reduktion +50%
  • Höhenruder: 35% Expo



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Christian Dombrowski